4. Etappe von Rokycany nach Prag 9

Freitag, 26.05.2016 Rokycany – Praha, 115 km, 1000 hm, 09:30 – 22:25

Dieser Tag war irgendwie verplant. Ich bin den Weg nämlich schon einmal gefahren, und wusste, dass es zwischen Rokycany und Prag nicht wirklich Probleme gibt, da es vor allem bergab geht (Prag liegt auf 200 m). Daher habe ich mir etwas Zeit gelassen, bin erstmal 10 km gefahren, habe dann eine Kaffepause gemacht. Nach 15 km war ich dann erstmal Mittagessen (von 11 Uhr bis 12.30 Uhr, ich bin ja früher losgekommen, also habe ich ja Zeit) und habe mir bei der Gelegenheit auch neue Bremsbeläge gegönnt (weil natürlich das Wechseln der Beläge länger dauert als der Smazak kommt hab ich dann noch einen Eisbecher gegessen). Kurz nach dem Restaurant habe ich dann Vaclav getroffen, der sich sehr gefreut hat jemanden mit Anhänger zu treffen, da er auch einen hat. Wir sind dann zusammen nach Tene gefahren und haben kurz zuvor noch etwa eine halbe Stunde mit Leuten geratscht, die des Weges kamen. In Tene hat dann Vaclav dieses Foto gemacht:

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Ab hier geht es eigentlich nur noch bergab bis Prag; hatte ich zumindest in Erinnerung. Ist aber nicht ganz so, es sind doch ein paar kleine Anhöhen dabei. Mit Anhänger dauert das dann natürlich etwas, da man auch kleine Anhöhen nur lansgam hochfahren kann. Und dann musste ich noch einbremsen, daber das war recht schnell vorbei. Auf alle Fälle war ich dann erst gegen 17.30 Uhr an der Beroun (die dann sich dann später mit der Moldau vereinigt) und gegen 18.30 Uhr an der Stadtgrenze (in Radotin).
Meinen ursprünglichen Plan nach Praha-Klanovice (ganz im Osten) zu fahren konnte ich schon nicht mehr halten und so habe ich mich telefonisch um eine Unterkunft im Prager Osten (Prag 9) bemüht. Ich meinte, dass ich um 9 Uhr da bin, schließlich sind 2 Stunden für noch 22 Kilometer nicht unrealistisch. Als Navigation dorthin habe ich die OpenStreeMap-App benutzt, da Google Maps in Tschechien keine Fahrradnavigation hat.
Dabei wurde ich dann von folgenden Fakten überrascht:
Prag ist gefühlt auf 70 Hügeln gebaut, wo man mit Anhänger wirklich nicht mehr als 5-6 km/h fahren kann.
In Prag gibt es unterschiedliche Arten von Radwegen: Manchmal ist die Busspur einer 4-spurigen Straße freigegeben, manchmal ist es auch nur eine Art Trail so wie hier:

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und manchmal ist es ein Weg, wo man das Rad kurz tragen muss, z.B. hatte ich einmal ein stillgelegtes Bahngleis im Weg ohne weitere Querungshilfe.
Vor dem Bahngleis hatte ich dann kapituliert, das geht einfach nicht mit Anhänger ohne das Gepäck runterzunehmen und/oder abzukoppeln. Wenn man mit dem Vorderreifen drüber ist, sitzt man am vorderen Kettenblatt auf…
Außerdem führt einen die Navigation oft durch Fußgängerdurchlässe, hier muss man dann Absteigen auf den Gehweg hieven und so weiter..

Naja auf alle Fälle war ich dann erst kurz vor halb elf in der Pension; der netten Dame an der Rezeption (ich hatte bereits um 21.15 Uhr angerufen und gesagt „Petrebuju uz 30 minut“) habe ich dann den Preis für das Zimmer auf 1000 Kronen aufgerundet – sie hat mit mir nicht diskutiert.

Im Nachhinein wäre es vermutlich schlauer gewesen am Fluss zu bleiben und erst auf der Höhe der Pension in das hügelige Prag zu wechseln; allerdings hatte ich mich bewußt dagegen entschieden, da man zwischen Vysherad bis hinter der Karlsbrücke eigentlich nicht vernünftig Fahrrad fahren kann, da hier die in Prag üblichen Touristenmassen auflaufen. Man darf auch auf der Straße fahren, das ist mit Anhänger aber auch nicht so lustig da man etwas langsamer ist; außerdem kommt alle 2 Minuten eine Tram.

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2 Gedanken zu “4. Etappe von Rokycany nach Prag 9

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