14. Etappe von Kaliningrad nach Nidos

Mittwoch, 08.06.2016, 11:00 (UTC+2+0) – 19:00 (UTC+2+1), 90 km, 50 hm

Dieser Tag war recht interessant. Zuerst ging es erstmal aus Kaliningrad raus, meist langsam auf dem Gehweg fahrend.
Hierbei kam ich dann noch an der  2. schönen Stelle von Kaliningrad vorbei

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Man merkt doch, dass man in Russland ist; hier gibt es roten Stern und dahinter eine orthodoxe Kirche.
Außerdem ist hier an Ampelkreuzungen vermerkt, wann die Ampel wieder umschaltet.

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Kurz drauf bin ich dann tatsächlich auf einen Radweg gestoßen, hier hat man nur nicht bedacht, dass nicht alle Radfahrer über Bordsteinkanten springen können.

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So fuhr ich langsam aus der Stadt Richtung Norden raus. Die Openstreetmap App hatte mir hier vorgeschlagen auf einem kilometerlangen schnurgerade führenden Feldweg zu fahren. Anfangs sah er noch so aus

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und verschwand dann im nichts. Bei näherem Hinsehen und Googeln hat sich dann herausgestellt, dass irgendein Honk hier vermutlich aus historischem Interesse die Trasse Samland-Autobahn als Feldweg angelegt hat. Hier wurden alledings die Bauarbeiten 1940 eingestellt, so dass ich dann auf einer Kreuzung stand wo man nur links oder rechts fahren konnte. Zurück ging es auch nicht wirklich, hier hätte man sehr weit in die Stadt zurückgemusst, da die einzige Strecke ins nächste Dorf eine Autobahn ist.

Ich habe dann mithilfe von Googlemaps und der Openstreetmap App geschaut wie man ins nächste Dorf kommt und dann einen Feldweg gefunden. Allerdings war ich dann erstmal mitten in etwas was aussah wie ein ehemaliger Truppenübungsplatz (hab natürlich keine Photos gemacht; das kann richtig Ärger geben). Dann stand ich in der Wiese und hab erstmal den Weg gesucht. Irgendwann hatte ich ihn dann auch gefunden; war allerdings nur ein Trampelpfad.
Im nächsten Dorf hatte ich dann die Wahl entweder ein Stück die A192 oder einen schmalen Feldweg zu fahren. Ich hab dann erstmal den Feldweg probiert, der war allerdings dergestalt, dass man alle 50 Meter absteigen musste und um die Schlaglöcher (halber Meter tief) drum rumschieben. Nach etwa 1 km wurde mir das zu blöd und ich bin wieder zurückgefahren. Leider hat dann bei einem weiteren Ausweichmanöver die ganze Fuhre das Übergewicht bekommen und  ist in den Bach gefallen…
Dann musste ich erstmal alles in Einzelteilen Bergen und wieder auf den Feldweg legen. Schließlich hab ich dann doch für 2 km die A192 genommen; war gar nicht so tragisch, eigentlich nur eine normale Straße mit mittelmäßig viel Verkehr. Nur man weiß es halt vorher nicht… Nach 3 Stunden hatte ich dann schon 20 km geschafft…

Dann ging es eigentlich problemlos bis zur Kurischen Nehrung. Diese ist im russischen Teil nicht besonders viel befahren; es gibt aber ein paar Nettigkeiten wie hölzerne Figuren

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und richtig springende Hirsche

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Kurz vor der Grenze kam dann noch ein richtiger Tunneleffekt auf; hier wurden aber die Bäume lange nicht mehr geschnitten, so dass hier tatsächlich ein Tunnel gebildet hat.

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Und dann war ich auch schon an der Grenze. Das war wieder ein Theater, der Ablauf ist so.
1. Schlagbaum 2 Kilometer vor der Grenze; hier wird kontrolliert ob man einen Ausweis hat und damit übereinstimmt.
2. Schlagbaum an der russischen Grenzstation; zuerst wurde meine gelbe Tasche durchsucht, nachdem man mich auf russisch gefragt hat ob ich was etwas anzugeben habe.
Danach konnte ich formal ausreisen, habe also einen Ausreisestempel bekommen, danach wurde mein ganzes Gepäck nochmal durchsucht.
3. Schlagbaum: Es wird kontrolliert ob man einen Ausreisetempel hat.
4. Schlagbaum an der litauischen Grenze: Es wird der Pass eingesammelt und kontrolliert. Dann habe ich mich noch mit dem Zöllner auf Deutsch unterhalten; er wollte aber mein Gepäck nicht anschauen. Nach Ausweisrückgabe bekommt man dann Grün, der Schlagbaum geht auf und man kann losfahren.
5. Schlagbaum: Hier steht man wieder vor der roten Ampel, diese wird dann aber grün und man ist in Litauen.

Jetzt Uhren eine Stunde vorstellen, da in Litauen die Sommerzeit gilt.

Noch 2 Straßenpfosten. Das ist ein russischer

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und das ein litauischer

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Gleich hinter der Grenze in Nidos gibt es einen Campingplatz wo ich mein Zelt aufgeschlagen habe und übernachtete.

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Mein Versuch meinen Stecker mithilfe der Beauty-Zange zu crimpen schlug übrigens fehl, momentan also nix Solarzelle.

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