21. Etappe von Valmiera nach „hinter Valga“

Freitag, 17.06.2016, 11.00 – 20.00, 80 km, 150 hm

Nachdem die letzten Tage so anstrengend waren hatte ich keinen Bock mehr auf komische Straßenbeläge und bin nur noch A-Straßen gefahren.

Zunächst musste ich erstmal aus Valmiera raus; in Städten gibt es oft Radwege dergestalt, dass der Bürgersteig mit roten Steinen gepflastert ist.

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Ab Valmiera war dann erstmal Baustelle,

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da muss  man mim Radl bißchen aufpassen, da diese oft über Baustellenampeln verfügen. Das Problem kenne ich bereits aus den Bergen. Allerdings hatte ich Glück, bei der ersten Baustelle war eine „Menschenampel“ die auf so etwas reagieren kann.
Bei den anderen Ampeln ist mit viel Luft gerechnet; der Straßenbelag in der Baustelle ist dann nämlich so schlecht, dass man mit dem Fahrrad auch nicht viel langsamer ist als die Autos. Man fährt oft auf dem Straßenunterbau da der Asphalt bereits weggeschreddert wurde und dann erst stückchenweise asphaltiert wird. Dort wo gerade asphaltiert wird ist es dann einspurig mit Ampel.

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Bis Valga war dann sehr wenig Verkehr; man wird nur etwa alle 2 Minuten überholt.

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Dann war ich auch schon an der Grenze zu Estland. Valga ist eine Doppelstadt ein Teil liegt in Lettland und ein Teil in Estland. Zu Zeiten der Sowjetunion gab es hier keine Grenze und die Stadt ist zusammengewachsen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde dann die Stadt geteilt und Grenzübergänge errichtet. Diese wurden dann wiederum abgebaut als Lettland und Estland der europäischen Union beigetreten sind. Gibt’s eigentlich auch so Doppelstädte an der Englisch-Schottischen Grenze?

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In Estland ist mir aufgefallen, dass hier die Infrastruktur viel besser ist. Mein Campingplatz lag etwa 20 km hinter Valga und ich hatte mich schon wieder darauf eingestellt auf dem Seitenstreifen der Nationalstraße 3 (in Estland ohne A) zu fahren. Zu meiner Überraschung gab es dann aber einen Radweg.

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Noch 263 km bis zur Grenze.

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Und so sieht ein estnischer Straßenpfosten aus.

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Das Hinweisschild fand ich auch nett, soll wohl bedeuten, dass man beim Überschreiten des Bahnüberganges nicht mit dem Handy spielen soll.

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Kurz vor Campingplatz kam dann doch noch ein Feldweg; aber oh Wunder die Esten können das wohl. Zumindest konnte man hier ohne Probleme fahren.

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Der Besitzer des Campingplatzes kam aus Deutschland und hatte auch einen jungen Kater; der hat sich dann erstmal in meinem Zelt einquartiert.

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Außerdem war sehr an meinem Essen interessiert, es war schlicht nicht möglich meine Nudeln zu essen…

Mein Versuch die Nudeln per Benzinkocher zu erwärmen in der Hoffnung, dass die Katz dann wegbleibt (eigentlich haben Tiere ja Angst vor Feuer) ist auch kläglich gescheitert. Grishka hatte dann erstmal verbrannte Schnurrharre.

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Ansonsten wars eine etwas unruhige Nacht, die Katz wollte gegen Mitternacht raus und um 3 Uhr wieder rein. Ich hab ihr dann schnell aufgemacht, bevor er den Zelteingang zerkratzt.

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2 Gedanken zu “21. Etappe von Valmiera nach „hinter Valga“

  1. Lieber Georg,
    das mit der Katze ist ja wie bei uns zuhause!
    Wir kennen dein Problem und fühlen mit dir.
    Du kannst aber wieder weiterziehen – wir nicht!

    LG Dagmar

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